
Über mich
Ich bin Kai Schlüter und stelle mich vor:
Mein beruflicher Weg begann nach dem Abitur mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr. Dort kam ich erstmals intensiver mit sozialer Arbeit in Berührung und erlebte, wie bereichernd die Arbeit mit Menschen für mich ist.
Anschließend studierte ich Psychologie und Philosophie auf Lehramt. Dabei beschäftigte ich mich mit menschlichem Erleben und Verhalten, erwarb didaktische Kenntnisse und sammelte erste Erfahrungen mit klientenzentrierter Beratung. Mein Philosophiestudium schulte mich außerdem darin, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und vermeintliche Selbstverständlichkeiten infrage zu stellen.
Nach meinem Studium begann ich das Referendariat, stellte jedoch fest, dass der Schuldienst für mich nicht der richtige berufliche Weg ist. Mein weiterer Weg führte mich als Psychologe in die berufliche Rehabilitation.
Dort begleite und coache ich seit mehreren Jahren Einzelpersonen und arbeite mit Gruppen. Dabei habe ich Menschen mit sehr unterschiedlichen Biografien und persönlichen Voraussetzungen kennengelernt. Manchmal bedeutet gute Beratung für mich auch, für eine Weile etwas Stabilität anzubieten, wenn es dem Gegenüber gerade schwerfällt, auf die eigenen Ressourcen zurückzugreifen.
Während dieser Tätigkeit kam ich über Fortbildungen intensiver mit systemischer Beratung in Berührung. Und diese Art zu arbeiten hat mich von Anfang an begeistert. Aus meinem Studium kannte ich bereits die Bedeutung von aufmerksamem Zuhören, Verstehen und dem Raumgeben für das Gegenüber. Gleichzeitig blieb bei mir manchmal die Frage: Aber was kommt danach? Im systemischen Ansatz fand ich etwas, das mir bis dahin gefehlt hatte: Gedanken gemeinsam zu sortieren, neue Perspektiven zu eröffnen und daraus neue Handlungsmöglichkeiten entstehen zu lassen – immer orientiert an der Lebenswelt des Gegenübers.
Ich wollte diese Art zu arbeiten nicht nur kennenlernen, sondern wirklich beherrschen. Deshalb entschied ich mich für die Ausbildung zum Systemischen Supervisor am INeKO Institut in Köln. Dort bekam meine Beratungserfahrung ein methodisches und theoretisches Fundament und meine Gespräche wurden strukturierter und bewusster. Vor allem lernte ich, meine eigene Sichtweise nicht vorschnell zur Lösung für mein Gegenüber zu machen.
Systemisches Denken hat nicht nur meine berufliche Arbeit verändert. Es ist für mich zu einer Art geworden, auf Situationen und Zusammenhänge zu schauen, von der ich auch persönlich profitiere. Diese Haltung bildet heute die Grundlage meiner Arbeit als Supervisor und Coach. Systemisches Arbeiten hilft überall dort, wo unterschiedliche Rollen, Anforderungen und Perspektiven aufeinandertreffen – bei Einzelpersonen ebenso wie in Gruppen und Teams.
Auch meine eigene Entwicklung betrachte ich nicht als abgeschlossen. Ich lerne gerne und bin neugierig auf neue Sichtweisen. Vielleicht passt gerade deshalb die systemische Arbeit so gut zu mir: Sie geht nicht davon aus, dass einer bereits alle Antworten kennt. Dafür eröffnet sie einen Raum, in dem gute Fragen manchmal sehr viel weiterführen können.

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